Kamera Grundlagen

Brennweite wählen und das passende Objektiv finden

Choosing a focal length and finding the right lens

Die passende Brennweite entscheidet darüber, wie viel Raum um ein Motiv sichtbar bleibt und wo der Bildrahmen endet. Für die Auswahl sind deshalb drei Fragen besonders hilfreich: Wie groß soll das Hauptmotiv im Bild erscheinen, wie viel Umgebung soll erhalten bleiben und wie weit kann die Kamera tatsächlich vom Motiv entfernt stehen?

Ein weiter Bildwinkel nimmt mehr Umgebung auf und stellt damit auch höhere Anforderungen an die Bildränder. Ein engerer Bildwinkel reduziert diese Fläche und gibt einzelnen Formen oder Motiven mehr Gewicht. Das Motiv selbst schreibt keine feste Brennweite vor. Eine Landschaft kann mit einem Ultraweitwinkel funktionieren, wenn ein naher Vordergrund wichtig ist, aber ebenso mit einem Teleobjektiv, wenn sich die Aufnahme auf einen entfernten Grat oder einen kleinen Lichtbereich konzentriert.

Welche Brennweite ist die richtige?

Nach Bildausschnitt Standort und Aufnahmeabstand wählen

Als erste Orientierung lässt sich die Brennweite über den gewünschten Bildwinkel eingrenzen. Die folgenden Bereiche beziehen sich auf das Kleinbildformat beziehungsweise das entsprechende Vollformatäquivalent.

Kleinbildäquivalent

Sinnvoll, wenn

ca. 16–24 mm

sehr wenig Aufnahmeabstand vorhanden ist oder ein naher Vordergrund zusammen mit viel Umgebung ins Bild soll

ca. 28–35 mm

Motiv und Umgebung beide deutlich sichtbar bleiben sollen

ca. 40–60 mm

ein moderater Bildwinkel mit weniger Randfläche gesucht wird

ca. 70–100 mm

mehr Arbeitsabstand oder ein deutlich engerer Ausschnitt benötigt wird

ab ca. 135 mm

entfernte Motive oder kleine Bereiche einer größeren Szene gezielt ausgewählt werden sollen

Diese Bereiche sind keine Genre-Regeln. Bei derselben Landschaft können 20 mm zu viel Umgebung zeigen, während 85 mm genau den Ausschnitt treffen, der das Bild trägt. Bei einem Porträt kann wiederum ein weiterer Bildwinkel sinnvoll sein, wenn Arbeitsplatz, Architektur oder Landschaft bewusst zur Person gehören.

Für die Auswahl lohnt sich deshalb zuerst ein Blick auf den finalen Bildrahmen. Was muss im Bild bleiben? Was kann außerhalb liegen? Erst danach wird die Millimeterzahl wirklich hilfreich.

Die eigene Brennweite mit EXIF-Daten prüfen

Wer bereits mit einem Zoom fotografiert, kann die eigene Brennweitenwahl anhand des vorhandenen Bildarchivs prüfen. Dafür sind ausgewählte, bearbeitete oder veröffentlichte Aufnahmen aussagekräftiger als alle Dateien eines Shootings.

Am besten werden unterschiedliche Motive getrennt betrachtet. Eine große Zahl weitwinkliger Landschaftsaufnahmen sagt wenig darüber aus, welcher Bildwinkel bei Porträts tatsächlich bevorzugt wird.

Drei Muster sind besonders nützlich:

Die Aufnahmen konzentrieren sich auf einen engen Bereich.
Liegt ein großer Teil der ausgewählten Bilder beispielsweise zwischen 35 und 45 mm, ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass dieser Bildwinkel regelmäßig gesucht wird.

Das Zoom wird häufig bis an ein Ende genutzt.
Entstehen viele Bilder am längsten verfügbaren Ende und werden anschließend zusätzlich beschnitten, fehlt möglicherweise tatsächlich Reichweite. Wird dagegen fast ausschließlich das kurze Ende genutzt, spielt der übrige Telebereich im eigenen Workflow eine kleinere Rolle.

Die fertigen Bilder sind deutlich enger als die EXIF-Daten vermuten lassen.
Wer häufig bei 35 mm fotografiert, danach aber große Bereiche an beiden Seiten entfernt, nutzt im fertigen Bild einen engeren Bildwinkel. Deshalb sollte nicht nur die gespeicherte Brennweite, sondern auch der finale Crop betrachtet werden.

Die EXIF-Auswertung zeigt damit weniger, welche Brennweite theoretisch vielseitig ist. Sie zeigt, welche Bildwinkel in den eigenen fertigen Bildern tatsächlich wiederkehren.

Welche Brennweite für Landschaftsfotografie?

Bei Landschaften hängt die Wahl vor allem davon ab, welche räumliche Ebene das Bild tragen soll.

Etwa 16–24 mm Kleinbildäquivalent sind hilfreich, wenn ein Vordergrund sehr nah an der Kamera beginnt und trotzdem viel von der Umgebung sichtbar bleiben soll. Ein Felsen, eine Eisstruktur oder eine Pflanze kann groß im unteren Bildbereich erscheinen, während Horizont und Himmel weiterhin Platz erhalten.

Etwa 28–50 mm geben Motiven im Mittel- und Hintergrund mehr Fläche. Das ist oft sinnvoll, wenn der Vordergrund zwar vorhanden ist, aber nicht den größten visuellen Anteil bekommen soll.

Etwa 70–100 mm oder länger eignen sich, wenn nicht der gesamte Ort, sondern einzelne Strukturen das Bild bestimmen: gestaffelte Bergketten, eine Nebelschicht, ein beleuchteter Hang oder ein kleiner Abschnitt eines Waldes.

Gerade bei sehr weiten Brennweiten lohnt sich ein genauer Blick auf alle vier Bildränder. Ein heller Stein, ein angeschnittener Ast oder eine kleine Wolkenfläche kann dort mehr Gewicht bekommen als vor Ort wahrgenommen. Hohe Auflösung macht solche Randdetails nicht weniger sichtbar.

Wenn Ultraweitwinkelaufnahmen später regelmäßig stark an beiden Seiten beschnitten werden, ist das ein guter Hinweis darauf, dass der zusätzliche Bildwinkel bei der Aufnahme nicht benötigt wurde.

Welche Brennweite für Architekturfotografie und Innenräume?

Bei Architektur ergibt sich die notwendige Brennweite oft aus dem vorhandenen Raum.

Angenommen, eine Wand ist 5 m breit und die Kamera kann nur 3 m entfernt stehen. Auf einem 43,8 mm breiten Mittelformatsensor wären rein geometrisch ungefähr 26 mm Brennweite nötig, damit die gesamte Wand horizontal gerade in den Rahmen passt.

Für eine reale Architekturaufnahme sollte zusätzlich Randfläche eingeplant werden. Perspektivkorrekturen, ein späterer Beschnitt oder eine nicht exakt frontale Kameraposition können Teile der ursprünglichen Aufnahme kosten.

Das Beispiel zeigt, warum ein sehr weiter Bildwinkel im Innenraum nicht zwangsläufig eine Stilentscheidung ist. Manchmal ergibt sich die Brennweite schlicht aus Raumgröße und verfügbarem Kamerastandpunkt.

Steht mehr Abstand zur Verfügung, lohnt es sich dagegen, nicht automatisch die kürzeste Brennweite zu wählen. Eine zusätzliche Seitenwand, ein angeschnittener Türrahmen oder zu viel Decke verändern nicht nur den Ausschnitt, sondern die räumliche Gewichtung des gesamten Innenraums. Ein etwas engerer Bildwinkel kann solche Bereiche bereits bei der Aufnahme ausschließen und die vorhandenen Linien klarer im Rahmen ordnen.

Welche Brennweite für Porträtfotografie?

Bei Porträts ist der Aufnahmeabstand ein guter Ausgangspunkt.

Für Porträts mit sichtbarer Umgebung sind etwa 28–50 mm Kleinbildäquivalent häufig praktisch. Arbeitsplatz, Raum oder Landschaft können Teil der Aufnahme bleiben, ohne dass die Person zwangsläufig klein im Bild erscheint.

Für Kopf-, Schulter- und engere Halbporträts wird häufig mit etwa 70–100 mm gearbeitet. Ein vergleichbarer Bildausschnitt entsteht dann aus größerer Entfernung.

Der Unterschied lässt sich leicht abschätzen: Entsteht ein bestimmtes Porträt mit 50 mm aus 1,5 m Entfernung, liegt ein ähnlicher Bildausschnitt mit 85 mm grob bei 2,5 m Abstand. In einem kleinen Studio kann dieser zusätzliche Meter bereits entscheidend sein.

Die Veränderung des Aufnahmeabstands beeinflusst gleichzeitig die Perspektive. Bei sehr geringer Distanz liegen Nase und Stirn relativ deutlich näher an der Kamera als Ohren und seitliche Gesichtspartien. Mit zunehmendem Abstand werden diese relativen Entfernungsunterschiede kleiner.

Bei einem Umgebungsporträt kann ein weiterer Bildwinkel dagegen genau richtig sein, wenn der Ort nicht nur Hintergrund, sondern Teil der Information über die Person ist.

Porträt einer Frau im Profil vor unscharfem grünem Hintergrund, Oberkörper im Bild

@Junsong He

Wie verändern Brennweite und Kamerastandpunkt das Bild?

Bildwinkel und Bildausschnitt

Bleibt die Kamera am gleichen Standort, verändert eine andere Brennweite zunächst den Bildausschnitt.

Ein 24-mm-Objektiv nimmt vom selben Punkt aus mehr Boden, Himmel und seitliche Umgebung auf als ein 50-mm-Objektiv. Bei 85 mm wird nur noch ein kleinerer Teil derselben Szene aufgezeichnet.

Gerade im Weitwinkelbereich können relativ kleine Brennweitenänderungen die Bildränder deutlich verändern. Ein Straßenschild, ein Stück angrenzende Fassade oder ein heller Bereich am Rand kann bei einer kürzeren Brennweite plötzlich Teil der Komposition werden.

Die Wahl zwischen zwei Brennweiten entscheidet deshalb häufig weniger darüber, ob ein Bild einfach „weiter“ oder „enger“ wirkt. Sie entscheidet darüber, welche zusätzlichen Formen und Flächen an seinen Rändern sichtbar werden.

Perspektive und Größenverhältnisse

Die Brennweite selbst verändert die Perspektive nicht, solange die Kamera am selben Standort bleibt.

Wird eine Szene vom gleichen Punkt einmal mit 50 mm und einmal mit 85 mm fotografiert, erscheint das Motiv bei 85 mm größer im Bild. Wird die 50-mm-Aufnahme anschließend auf denselben Ausschnitt beschnitten, bleiben die räumlichen Größenverhältnisse weitgehend gleich.

Die Perspektive verändert sich erst, wenn sich der Kamerastandpunkt verändert. Das betrifft nicht nur Porträts. In einer Landschaft kann ein Schritt nach vorn einen Vordergrund deutlich größer gegenüber einem entfernten Berg erscheinen lassen. Bei Architektur verändert ein anderer Standort das Verhältnis zwischen Fassade und Umgebung.

Die oft als „Tele-Kompression“ beschriebene Wirkung entsteht deshalb in der Praxis meist dadurch, dass für einen vergleichbaren Bildausschnitt aus größerer Entfernung fotografiert wird.

Aufnahmeabstand bei gleichem Bildausschnitt

Für einen ähnlichen Bildausschnitt wächst der notwendige Aufnahmeabstand näherungsweise mit der Brennweite.

Wird statt 50 mm mit 85 mm fotografiert, benötigt die Kamera grob den 1,7-fachen Abstand. Aus 1,5 m werden etwa 2,5 m; aus 3 m ungefähr 5 m.

Das ist ein praktischer Teil der Objektivwahl. Eine Brennweite kann vom Bildwinkel her passend erscheinen und trotzdem unbrauchbar sein, wenn hinter der Kamera schlicht nicht genügend Platz vorhanden ist.

Umgekehrt kann ein begrenzter Standort einen weiteren Bildwinkel notwendig machen, obwohl ein engerer Ausschnitt bevorzugt würde. Das ist bei Innenräumen, Veranstaltungen, Aussichtspunkten oder engen Straßen häufig wichtiger als eine abstrakte Empfehlung nach Motivgenre.

Schärfentiefe und Hintergrundwirkung

Hintergrundunschärfe entsteht nicht durch die Brennweite allein. Blende, Sensorformat, Aufnahmeabstand und die Entfernung zwischen Motiv und Hintergrund wirken gemeinsam.

Ein längeres Objektiv verändert aber, welcher Teil des Hintergrunds überhaupt sichtbar bleibt. Ein störender heller Bereich kann bei einem engeren Bildwinkel bereits außerhalb des Rahmens liegen, ohne dass dafür mehr Unschärfe benötigt wird.

Deshalb sind zwei Entscheidungen voneinander zu trennen:

Welche Teile des Hintergrunds gehören in die Aufnahme?
Das wird vor allem über Kamerastandpunkt und Bildwinkel entschieden.

Wie deutlich sollen diese Bereiche lesbar bleiben?
Dafür sind Blende sowie der Abstand zwischen Kamera, Motiv und Hintergrund relevant.

Ein längeres Objektiv ist daher nicht automatisch die richtige Lösung für einen ruhigen Hintergrund. Manchmal ist ein veränderter Standort oder ein sauberer gesetzter Bildrand wirkungsvoller als zusätzliche Unschärfe.

Brennweite bei Mittelformat und Vollformat vergleichen

Die Brennweite auf dem Objektiv verändert sich nicht mit dem Sensorformat. Ein 50-mm-Objektiv bleibt physisch ein 50-mm-Objektiv. Ein größerer Sensor erfasst jedoch einen größeren Teil des projizierten Bildes und erzeugt damit einen weiteren Bildwinkel.

Der Sensor des X-Systems misst 43,8 × 32,9 mm. Für den Vergleich mit dem 24 × 36 mm Kleinbildformat ergibt sich ein Äquivalenzfaktor von 0,78. 

Wer einen bekannten Kleinbild-Bildwinkel übertragen möchte, kann deshalb ungefähr so rechnen:

Gewünschter Kleinbild-Bildwinkel

Reale Brennweite am X System ungefähr

20 mm

26 mm

28 mm

36 mm

35 mm

45 mm

43 mm

55 mm

50 mm

64 mm

70 mm

90 mm

Die Tabelle ist eine Orientierung für den Bildwinkel, keine Aussage darüber, dass sich die Objektive optisch identisch verhalten.

Hinzu kommt das Seitenverhältnis. Das X System arbeitet annähernd mit 4:3, während Kleinbild beziehungsweise Vollformat üblicherweise 3:2 verwendet. Ein äquivalenter Bildwinkel bedeutet deshalb nicht, dass beide Bildrahmen exakt gleich aussehen. Im 4:3-Rahmen steht relativ mehr vertikale Bildfläche zur Verfügung, was beispielsweise bei Architektur, Hochformatporträts oder Landschaften mit Vordergrund die Bildaufteilung beeinflussen kann.

Das Kleinbildäquivalent ist damit eine gute Orientierung für den vertrauten Bildwinkel. Die tatsächliche Komposition entsteht weiterhin im Format der verwendeten Kamera.

Gelbe Dachkonstruktion des Southbank Centre von unten vor blauem Himmel

@Mark McGee

Festbrennweite oder Zoomobjektiv?

Sind die benötigten Bildwinkel bekannt, lässt sich die Objektivwahl wesentlich konkreter treffen.

Wann ein Zoomobjektiv sinnvoll ist

Ein Zoom ist vor allem dann nützlich, wenn die eigenen Bilder tatsächlich mehrere deutlich unterschiedliche Brennweiten zeigen oder der Kamerastandpunkt häufig festgelegt ist.

Das betrifft beispielsweise Aufnahmen, bei denen ein Geländer, eine Wand oder eine Straße die Position vorgibt. Auch bei Reise-, Street- oder Landschaftsfotografie kann sich der gewünschte Bildausschnitt schneller verändern, als sich ein neuer Standort erreichen lässt.

Das XCD 2,8–4/35–100E deckt einen Bereich von 35–100 mm, entsprechend etwa 28–76 mm Kleinbild, ab. Der Brennweitenbereich entspricht ungefähr einem dreifachen optischen Zoom; das Objektiv wiegt 894 g.

Der praktische Vorteil liegt darin, den Bildrahmen vom gleichen Standort aus präzise verändern zu können. Am weiten Ende bleibt mehr vom Raum sichtbar. Mit zunehmender Brennweite lassen sich seitliche Elemente ausschließen und weiter entfernte Motive stärker gewichten. Solange die Kamera nicht bewegt wird, bleiben die räumlichen Beziehungen der Szene dabei unverändert.

Wer in den EXIF-Daten regelmäßig einen größeren Teil dieses Bereichs nutzt, bekommt mit einem Zoom genau diese Flexibilität in einem Objektiv. Konzentrieren sich die eigenen Bilder dagegen fast ausschließlich auf einen engen Brennweitenbereich, wird der zusätzliche Zoombereich möglicherweise selten gebraucht.

[cta:https://store-eu.hasselblad.com/de/products/xcd-2-8-4-35-100e]

Wann eine Festbrennweite sinnvoll ist

Eine Festbrennweite wird interessanter, wenn sich der bevorzugte Bildwinkel bereits klar abzeichnet.

Neben dem festen Bildwinkel können Lichtstärke, Größe und Gewicht eine Rolle spielen. Im aktuellen X System bieten beispielsweise XCD 38V, 55V und 90V jeweils f/2,5. Sie wiegen 350 g, 372 g beziehungsweise 551 g und sind damit deutlich leichter als das XCD 35–100E.

Für die Brennweitenwahl lassen sich die wichtigsten Bildwinkel kompakt einordnen:

Objektiv

KB-Äquivalent

Praktischer Schwerpunkt

XCD 2,5/38V

ca. 30 mm

viel Umgebung bleibt Teil der Aufnahme

XCD 2,5/55V

ca. 43 mm

moderater Bildwinkel zwischen Kontext und engerer Auswahl

XCD 2,5/90V

ca. 71 mm

engerer Rahmen und größerer möglicher Arbeitsabstand

Das 38V hält mehr Umgebung im Bild, das 55V arbeitet mit einem moderateren Bildwinkel, während das 90V für engere Ausschnitte und größere Arbeitsabstände geeignet ist. 

Bei einer Festbrennweite wird der gewählte Bildwinkel zur konstanten Ausgangsbasis. Standort und Abstand übernehmen damit einen größeren Teil der Bildgestaltung. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn die eigenen Bilder bereits zeigen, dass derselbe Bereich immer wieder gewählt wird.

Häufige Fragen zur Brennweite

Ist eine Festbrennweite grundsätzlich besser als ein Zoomobjektiv?

Nein. Die Bildqualität hängt vom konkreten Objektiv ab, nicht allein von der Bauart. Für die Auswahl sind Brennweitenbereich, maximale Blende, Gewicht, Größe und die tatsächlich genutzten Bildwinkel wichtiger als die allgemeine Kategorie Festbrennweite oder Zoom.

Wie kann man eine Brennweite vor dem Kauf testen?

Stellen Sie ein vorhandenes Zoom auf die gewünschte Brennweite und verändern Sie sie für einen Fototag nicht. Danach zeigt sich schnell, ob Bildwinkel und Arbeitsabstand passen oder regelmäßig ein weiterer beziehungsweise engerer Ausschnitt fehlt.

Wie viel Randreserve braucht man für Perspektivkorrekturen?

Eine feste Prozentzahl gibt es nicht. Je stärker eine Aufnahme später perspektivisch korrigiert wird, desto mehr Randfläche kann verloren gehen. Bei Architektur sollte deshalb über den geplanten finalen Ausschnitt hinaus fotografiert werden, besonders an Seiten und Oberkante.

Weiter erkunden

Verwandte Artikel

Alle Artikel anzeigen